Am 5.01.2012 hatten wir in unserer Schule Piotr Zettinger zu Gast. Viele kannten ihn bereits – Herr Zettinger kam zu uns nun schon zum Dritten mal. Aber für die Schüler des 7. Jahrgangs war die Person und seine Geschichte sehr aufregend. Die Schüler bereiteten ein kleines Bühnenprogramm vor, um unseren Gast zu ehren.
Piotr Zettinger wurde am 1938 in Warschau geboren und gehörte zu den Holocaust Überlebenden. Er hat unseren Schüler berichtet, wie das Leben im Warschauer Ghetto während des Krieges aussah. Sehr berührend waren seine Worte über den Verlust des Vaters und dem Wiedersehen mit der Mutter nach drei jähriger Trennung. Für viele Siebtklässler war dies der erste Kontakt mit Ereignissen des zweiten Weltkrieges. Umso größer war das Interesse unserem Gast eine Frage zu stellen. „Was bedeutete es im Ghetto Hunger zu haben?“, „Warum haben Sie ihre Mutter nicht erkannt?“, „Wie ist es, keine richtige Kindheit erlebt zu haben?“ Die Geschichte des zweiten Weltkrieges so hautnah zu erleben, das war für unsere Schüler ein bewegendes Erlebnis, das bleibende Erinnerungen hinterlässt. Und eine Frage stellen zu können, nach dem „wahren“ Leben – das kann man in keinem Lehrbuch nachlesen.
Herr Zettinger traf sich auch mit den Schülern des 10. und 11. Jahrgangs. Dank dieses Treffens konnten sie ihr Schulwissen um den Bericht eines Zeitzeugen bereichern.
Text: Joanna Nalewajka










